Politik

 

Warum wollte ich Bürgermeister werden?

Zehn Jahre im Führungsgeschäft einer Organisation wie der Polizei wappnen einen Menschen durchaus für das erste Amt im Rathaus. Diese Führungskompetenz wurde mir nicht nur im polizeilichen Alltag bestätigt. Ich mag es, aktiv zu sein und bezeichne mich als „Macher“. Gerne lasse ich mich für eine gute Sache begeistern, denke mich bewusst in unterschiedliche Themen ein und freue mich, mit verschiedensten Menschen zusammen zu kommen. Dabei ergebnisoffen zu argumentieren gehört genauso zu meiner sozialen Kompetenz, wie Entscheidungen zu treffen. Meine Stärken im kreativen Bereich sehe ich begrenzt. Dazu brauche ich Menschen um mich herum, die ich zur Ideenfindung anleiten kann. Noch dazu arbeite ich ohnehin am liebsten im Team.

 

Mir sind Dinge, Abläufe und vor allem Menschen um mich herum nicht egal. Insbesondere als Polizeibeamter waren „Zivilcourage“ und „Verantwortungsbewusstsein“ für mich selbstverständlich. Ich scheue keine Konflikte, auch wenn ich sie nicht mag. Ganz wichtig ist mir, nicht Wasser zu predigen und Wein zu trinken. Man kann nicht ohne Vorbild sein und dennoch Achtung erwarten – besonders, wenn man zweierlei Maß an sich und sein Umfeld anlegt. Alleine der Respekt meinen Mitmenschen gegenüber erfordert diese Gleichstellung. Andernfalls hätte ich nicht nur ein schlechtes Gefühl – ich würde das Vertrauen meiner Mitmenschen aufs Spiel setzen.

 

Kommunalpolitik ist nicht gleich CSU – oder doch?

Kommunalpolitik heißt für mich nicht zwangsläufig Partei- oder Fraktionspolitik. Wie die Arbeit im Marktgemeinderat zeigt, gelten in der Regel andere politische Gesetzmäßigkeiten, als auf Landes- oder gar Bundesebene. Dennoch wurde ich Anfang 2013 Mitglied der CSU. Im Gespräch mit Kollegen aus anderen Bundesländern wurde mir schon in jungen Jahren klar, dass man als bayerischer Polizeibeamter von der Politik unterstützt wird und dass in Bayern noch Werte verkörpert werden. Daher bestand für mich seit jeher eine tendenzielle Nähe zur CSU. Warum ich nicht als parteifreier Bürgermeister kandidiere? Die Antwort gab mir mein bester Freund: „Wenn du in meinem Gesangsverein ein paar Mal mitgesungen hast und dir gefällt´s weiterhin, dann lege ich dir irgendwann einmal den Mitgliedsantrag hin. Denn Mitgliedschaft bedeutet Verbundenheit. Du hast dann Rechte, aber auch Pflichten zu erfüllen. Und es erzeugt vor allem ein Wir-Gefühl.“ Dieses Wir-Gefühl besteht im Ortsverband der Burgheimer CSU und vor allem innerhalb der Mannschaft, die mit mir im Jahr 2014 gemeinsam die Kommunalwahl 2014 bestritt.

 

Stillstand in Burgheim wäre verhängnisvoll

Die kommunalpolitische Entwicklung Burgheims darf nicht stillstehen. Wir müssen Burgheims Perspektiven ausbauen. Ideen dazu entstehen aber nicht rein zufällig, sondern müssen aktiv erarbeitet werden. Burgheim darf in seiner Entwicklung nicht mehr ausschließlich auf den eigenen Tellerrand fixiert sein. Wir müssen Teil eines überregionalen Netzwerkes werden.

 

Meine Vorstellungen zur Zukunft Burgheims

Deshalb: Burgheim muss sich mit seinen Perspektiven und Möglichkeiten befassen. Wir müssen ein gemeindliches Gesamtentwicklungskonzept erstellen und mit Leben füllen. Dies soll unser zukünftiges Arbeitsfeld sein, eine Art Kursbuch für unsere kommunalpolitische Arbeit für ein gesundes, lebenswertes Burgheim.

 

In einem Punkt bin ich mir in Bezug auf die Zukunft Burgheims sicher: Bei vielen Herausforderungen kommen wir nur gemeinsam voran. Deshalb bin ich bereits jetzt viel unterwegs und spreche mit Menschen in unserer Gemeinde. Genauso aber bin ich froh, wenn ich Zeit finde, Probleme und Lösungsmöglichkeiten in aller Ruhe zu durchdenken, mich mit Bekannten und Parteifreunden zu beraten. Ich glaube, dass es in unserer schnelllebigen Zeit besonders wichtig ist, sich Zeit zu nehmen, um Sachverhalte sorgfältig zu reflektieren und sich erst dann zu entschließen.

 

Bürgermeisteramt und Verwaltung –
Anforderungen und Selbstverständnis

Beteiligung ist wichtig, dennoch ist es am Ende notwendig, zu entscheiden, zu handeln und dann verantwortlich zu zeichnen. Manchmal gibt es auch Entscheidungen ohne vorausgehende Diskussion. Als polizeiliche Führungskraft war dies mein Alltag – sei es im innerdienstlichen Tagesgeschäft, als auch im Einsatzgeschehen. Bei einer Führungskraft der Gemeinde sollte dieses Selbstverständnis ebenso vorherrschen. Ein Selbstverständnis, dass aber auch die Gemeinde als Verwaltungsorgan umfasst, denn Gemeinde bedeutet auch Verwaltung und Service. Dahinter stecken Mitarbeiter, Menschen. Ihnen ein kompetentes Vorbild zu sein, Verständnis für beide Seiten – Bürger und Mitarbeiter – zu entwickeln und personelle Kompetenzen auszuschöpfen, sind Teil der persönlichen Fähigkeiten, die ein Bürgermeister ebenso auf sich vereinen muss, wie berechenbar zu sein, Entschlusskraft zu besitzen und Verantwortung zu übernehmen.
 

Nur gemeinsam können wir etwas bewegen!

Das alles bedeutet, mit diesen Werten und Überzeugungen gemeinsam nach dem Besten für unsere Marktgemeinde zu streben. Das bedeutet auch Vielfalt und Interessenausgleich. Jüngere haben andere Wünsche als Ältere, Frauen manchmal andere als Männer. Alteingesessene andere als „Zuagroaste“. Arbeitnehmer haben andere Interessen als Unternehmer. Es ist nicht immer einfach, alle unter einen Hut zu bekommen, aber erstrebenswert. Denn soviel ist sicher: Wenn wir es schaffen, die unterschiedlichen Interessen der Menschen in unserer Heimat weitestmöglich in Einklang zu bringen, herrscht fairer Ausgleich und Gerechtigkeit. Das ist mir wichtig.

 

Bleibt der Blick stur innerhalb der Grenzen unseres eigenen Tellerrandes, steht unsere Gemeinde nicht schlecht da. Im regionalen Vergleich allerdings trübt sich das Bild. Konkret: Es gibt noch viel zu tun. Ich will meine Kompetenz und meine Kraft dafür einsetzen, dass die Menschen in unserer Gemeinde ihre Ideen und Ziele verwirklichen können. Gerade deshalb liegt mein Fokus auf Dialog und Interaktion. Das war meine Entscheidung, mich zur Wahl zu stellen. Ich hoffe auf die Unterstützung Burgheims, damit es mir gelingt, einen maßgeblichen Beitrag für eine gemeinsame Zukunft in unserer tollen Marktgemeinde beizusteuern.